Der Frühling ist da!

Der Frühling ist da! Draussen blühen Schneeglöckchen und Haselsträucher, Kornelkirsche und Krokusse.

Was passiert gerade bei den Bienen?

Schlupf der ersten Mauerbienen (Osmia Cornuta - Männchen)

Schlupf der ersten Mauerbienen (Osmia Cornuta – Männchen)


Die  Winterruhe ist vorbei und die Bienen warten auf die Obstbaumblüte. Diese Phase nennt man Durchlenzung. Das Bienenvolk geht zu dieser Zeit sprichwörtlich durch ein Nadelör. Während die Winterbienen sterben, wird ab der Wintersonnenwende wieder Brut gepflegt. Erst nur sehr wenig, dann immer mehr. Es schlüpfen die ersten Arbeiterinnen. Gleichzeitig kommt aus der Landschaft noch kaum Nektar. Die Bienen müssen daher noch von ihrem Honigvorrat aus dem letzten Jahr zehren, bis die Obstbaumblüte voll in Gang kommt.

Der Generationswechel bei den Arbeiterinnen von Winterbienen zu Sommerbienen sowie das Schwinden des Honigvorrates bedeuten eine grosse Herausforderung für das Bienenvolk. In dieser Zeit werden 1-2kg Honig pro Woche verbraucht.

Polleneintrag im Frühjahr.

Polleneintrag im Frühjahr.


Die Bienen absolvieren seit Februar die ersten Reinigungsflüge und es wird Pollen eingetragen. Ein Blick auf den Bodenschieber lässt erkennen, wo die Bienen sitzen. Neben abgeschroteten Zelldeckeln finden sich verloren gegangene Pollenhöschen und einzelne Wachsschüppchen. Wenn Du gut eingefüttert hast, sollte der Futtervorrat bis zur Obstbaumblüte reichen. Das Flugloch bleibt eingeengt, eventuell eingesetzte Mäusegitter können aber, wenn die Temperaturen tagsüber immer zweistellig sind, entfernt werden.
Am Flugloch sollte deutlich Flugbetrieb herrschen, sobald die Temperaturen auf über 9 Grad steigen. Wenn die Bienen Pollen eintragen, ist das ein Hinweis auf Bruttätigkeit.

Kann ich eine Durchsicht wagen?

Sobald die Sonne scheint und Temperaturen über 15 Grad steigen, kann eine erste Durchsicht gemacht werden. Diese dient aber vor allem der eigenen Beruhigung. Du schaust nach den Vorräten und den kleinen Brutflächen, die vorhanden sein sollten. Pflegen die Bienen Arbeiterinnenbrut, ist die Königin da und das Volk weiselrichtig. Dieser Eingriff ist jedoch nicht unbedingt notwendig, wenn die Bienen sich am Flugloch rege zeigen, Pollen eingetragen wird und nicht von knappen Honigvorräten auszugehen ist.
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Aprilwetter – was tun?

Grundsätzlich sollte bis Mitte September des Vorjahres ausreichen eingefüttert worden sein. Wenn die Futtersituation im April aber knapp erscheint und wir von einem Kälteeinbruch überrascht werden, kann eine Notfütterung (hier erfährst Du mehr) erfolgen.

Regelmäßige Durchsicht und Erweiterung ab Mitte April

Ab Mitte April steht, wenn alle Wabengassen bis zum Schied mit Bienen besetzt sind, die Erweiterung (hier erfährst Du mehr) an und die Schwarmzeit beginnt:

Im Hinblick auf den Schwarmprozess (hier erfährst Du mehr) sollte dann ab Mitte April einmal die Woche, spätestens alle 9 Tage eine Durchsicht erfolgen. Sobald die ersten Weiselzellen verdeckelt werden, wird das Volk schwärmen.

Wer Lust hat, selbst in die Bienenhaltung einzusteigen, oder sich einfach interessiert, kann sich hier weiter klicken. Unsere Imkerkurse starten im April.

Weiterführende Infos:

Einführung und Infos zur Bienenhaltung: Bienenwissen
Einführung und Infos zum Imkern: Imkerwissen
Bienenhaltung mit der BienenBox: Bienenbox.de

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1 Kommentar

  1. Martin W.
    Martin W.
    zu
    | Antwort

    Der Frühling ist da, aber leider mit sehr schlechtem und verregnetem Wetter. Man muss weder Meteorologe noch Bienenforscher sein, um zu erkennen, dass diese Witterung für die kleinen Bienchen alles andere als optimal ist. Aber so läuft es nunmal in der Natur, man kann eben nicht alles vorherbestimmen. Wichtig ist, dass es so viel vom Volk wie möglich schafft und in den Sommer kommt. Wahrhaftig ein sehr schöner Beitrag! Auch die Bilder sind sehr schön eingebunden, vielen Dank für diesen Inhalt.

    Beste Grüße,
    Martin Weber

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