Referententreffen 2017 – Wer sind eigentlich diese Stadtbienen Imker*innen?

Auch dieses Jahr fand das jährliche Referent*innentreffen der Stadtbienen in Berlin statt. Das Aufregende für mich – ich darf alle zum ersten Mal kennen lernen.

Die Stadtbienen

Es geht los: Der erste Tag

Am Freitag, den 29.09. im social lab (ein Dankeschön hier für die tollen Räumlichkeiten) in Kreuzberg, finden sich die ersten Referent*innen ein. Ein bisschen mulmig ist mir schon. Wer kennt das nicht, das erste Hallo in einer neuen Runde mit noch unbekannten Menschen. Wer sind diese ökologischen Imker*innen eigentlich? In welcher Stadt gibt Volker Kurse? Wie heißt die Referentin aus Leipzig? Zum Glück haben Johannes und Benjamin Getränke eingekauft. Ich kann mir also nicht nur geschäftig eins aussuchen, sondern mich auch noch für eine Weile daran festhalten. Sebastian, der mich die letzten Wochen mit Kaffee umsorgt und Stadtbieneninformationen gefüttert hat, damit ich auch weiß, wie ich den Laden schmeißen muss, geht mit mir die ganze Runde durch und ich übe Namen.Dann startet auch schon der sehr interessante und sympathische Vortrag von Dr. Wolfgang Ritter, deutscher Biologe und Spezialist im Fachbereich Varroatose und Bienenpathologie. Ritter referiert über die naturnahe Haltung der Biene und erklärt an vielen anschaulichen Beispielen, dass die Praxis und Wünsche der Imker*innen nicht wirklich den natürlichen Lebensabläufen der wildlebenden Honigbienen entsprechen. Daher plädiert er für eine besondere naturgemäße Bienenhaltung (nachzulesen in seinem Buch „Bienen naturgemäß halten“, erschienen im Ulmer- Verlag). Der nächste Programmpunkt ist das gemeinsame Abendessen im Mitteleuropa, wo ich mich ein bisschen wie in Omas Küche fühle: der große Suppentopf steht auf dem Herd, es gibt allerlei hübsches Tongeschirr und Nippes in den Regalen und wir müssen uns überall vorbeiquetschen. Wunderbar. Ein bisschen sehr wehmütig verabschieden wir an diesen lauschigen Abend Sebastian, der die letzten zweieinhalb Jahre Herz und Improvisationstalent der Stadtbienen war, aus der Stadtbienenrunde. Danke Sebastian und hau rein! Natürlich machen wir uns alle nicht allzu spät auf den Heimweg, da am nächsten Tag konzentriert gearbeitet und gebrainstormt werden soll.

Der Workshoptag am Samstag

Nach einem gemeinsamen Frühstück geht es motiviert an den ersten Programmpunkt: eine kleine Vorstellungsrunde. Ich erfahre, dass mein Gesprächspartner Franz (Referent aus Mainz) schon seit über 30 Jahren Bienen hält und sich zu das meiste einfach nach dem Motto “learning by doing” selbst beigebracht hat. Er ist bei den Bienen die Ruhe selbst und arbeitet ohne Handschuhe. Und nun zu mir:

Lisa


Ich kann meine direkten Kontakte mit Bienen an einer Hand abzählen, aber mit Menschen und organisatorischen Dingen bin ich gut. Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Städtchen in der Oberlausitz und lebe seit 2006 in Berlin, zur Zeit mit meiner Familie in Baumschulenweg. Nach meinem Studium der Kulturwissenschaften bin ich in einen Bürojob in einer Agentur gerutscht und habe festgestellt, dass ich gerne Dinge organisiere und strukturiere, den Überblick behalten kann und den Arbeitsalltag von Kolleg*innen und Kund*innen so unkompliziert wie möglich gestalten möchte. Und genau das mache ich jetzt bei Stadtbienen. Ich betreue die Organisation der Kurse, Kursorte und der physischen Produkte in unserem Shop sowie die Website. Beantworte Mails und Anrufe von Kund*innen und mache die Buchhaltung. Und das Thema Bienen ist auf jeden Fall seit Neuestem mein Lieblingsthema.Deshalb geht das Programm auch weiter mit den ersten Workshop- Runden zu den Themen Varroa, Kommunikation mit den Kursteilnehmerinnen und dabei genutzte Tools, Sichtung und Beurteilung der Referenten-Materialien und Kursstruktur allgemein. Die Atmosphäre ist konzentriert und harmonisch, trotzdem Johannes immer wieder zum Einhalten des Zeitplanes antreibt.

Marc am Stehpult


 

Workshopgruppe mit Sven (Hannover), Hartmut (Hannover), Philip (München), Kerstin (Köln), Boris (Bern), Marc (Berlin) und Anne-Kathrin (Leipzig)


Mittags gibt es einen kleinen dreigängigen Festschmaus von Conka Dameris. Und dann geht es in Workshoprunde zwei. Wir bekommen nicht nur einen Einblick, welche Erfahrungen unsere Referent*innen in ihren Kursen machen, sondern versuchen auch den Wünschen unserer Teilnehmer*innen entgegen zu kommen, die wir mit Hilfe von Feedbackbögen nach Kursende abfragen. Für uns stellt sich immer wieder die Frage, wie können wir unsere Kurse noch besser an die Bedürfnisse von Neu-Imker*innen anpassen und gleichzeitig die Kurse so angenehm und einfach für unsere Referent*innen gestalten. Natürlich darf an dieser Stelle kein Dankeschön an unsere Referent*innen fehlen, die unsere Kurse mit ihrem Engagement, ihrem Know How und ihrer Leidenschaft für Bienenhaltung zu etwas ganz Besonderem machen. Vielen Dank!

Das Finale – schön wars!

Zum Schluss darf noch ein bisschen gebrainstormt werden und am Ende schaffen wir es mit 5 Minuten Verspätung zum letzten Programmpunkt. Danke Johannes! Denn somit ist noch Zeit für eine sich anbahnende Tradition… 

Der Selbstgebrannte


Und ich gehe mit dem schönen Gefühl nach Hause, dass diese ökologischen (Stadt-)Imker*innen sehr sympathische und engagierte Menschen sind.

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