Standorte

Bienenbehausungen können an verschiedenen Standorten wie im Garten, auf dem Dach oder am Balkon aufgestellt bzw. angebracht werden. An deinem angedachten Standort sollten deine Bienen genug Nahrung finden, um ausreichend Honig für sich sammeln zu können. Im Wohngebiet oder im städtischen Raum ist dies zumeist kein Problem. Folgendes gilt es bei der Standortwahl zu beachten:

DER IDEALE STANDORT

Standorte sind zumeist nicht perfekt und immer ein Abwägen der einzelnen Bedürfnisse von Mensch und Biene. Folgend eine Auflistung der Punkte, die für Bienen sowie Bienenhalter relevant sind.

Der ideale Standort für die Bienen:

  • 50 % Schatten und 50 % Sonne im Tagesverlauf. Bestenfalls scheint hier die Sonne morgens an die BienenBox und ab Mittag gibt es Schatten.
  • Das Flugloch zeigt in Richtung Osten, es zeigt zu einer wetterabgewandten Seite.
  • Die BienenBox steht windgeschützt.
  • Ausreichend Platz vor dem Flugloch.

Der ideale Standort für den Bienenhalter:

  • Nah am eigenen Wohnraum bzw. leichter Zugang.
  • Weit weg von Nachbarn, die nicht mit der Bienenhaltung einverstanden sein könnten.
  • Guter Blick zum Flugloch, um die Bienen beobachten zu können.
  • Ausreichend Platz hinter der BienenBox, um angenehm arbeiten zu können.
  • Sicher gegen Vandalismus.
  • Angenehme Arbeitshöhe, ohne sich bücken oder strecken zu müssen.

Wenn es um deinen Standort geht, kannst du sicher nicht alle Punkte erfüllen. Dies ist auch nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass du die Position an dieses Ideal ausrichtest. Eine Bienenhaltung funktioniert sowohl mit mehr Sonne auf dem Dach als auch mit viel Schatten im Wald. Vergiss nicht deine Bedürfnisse, die am Ende durch mehr Freude bei der Haltung auch deinen Bienen zugute kommt.

FINDEN MEINE BIENEN GENUG ZU ESSEN?

Bienen sowie Bienenhalter*innen freuen sich natürlich sehr über einen Standort, der viel Nahrung bietet. Gerade städtische Standorte sind durch die Vielfältigkeit sowie Großzügigkeit des Blütenangebots ein Eldorado für Bienen. Bienenhalter*innen können daher im städtischen Gebiet zumeist davon ausgehen, dass ihre Bienen genug Nahrung in ihrem 3­km­Flugradius bekommen. Wenn es ländlicher wird, lohnt es sich, die Umgebung mehr unter die Lupe zu nehmen. Gerade wenn im inneren Flugradius der 3 km eine aktive Landwirtschaft betrieben wird, die oft mit Monokultur und Pestizidbelastung einhergeht, lohnt es sich, andere Imker*innen im selben Flugradius nach ihrer Einschätzung der Nahrungssituation zu befragen. Eventuell kann es sein, dass man durch ein zu geringes Angebot an Blüten dazu gezwungen ist, mit seinen Bienen zu wandern bzw. sie zu füttern. Bezüglich der Pestizide muss mit den umliegenden Landwirten gesprochen werden, welche Pestizide diese einsetzen, und dass sie dir in Zukunft netterweiße Bescheid geben, wenn bienengefährliche Pestizide ausgefahren werden.