Naturerfahrung und Gemeinschaftserlebnis

Gemeinsam Imkern verbindet praktische gemeinsame Naturerfahrungen und einen nachhaltigen Austausch für eine erfolgreiche Integration zugewanderter Menschen in Berlin. Der gemeinnützige Verein Stadtbienen e.V. führt das interkulturelle Bienenprojekt nun im zweiten Jahr durch.

Die Teilnehmenden treffen sich in Berliner Gärten und bringen jeweils unterschiedliche Hintergründe und Erfahrungen mit. Ein Fokus liegt dabei auf zugewanderten Menschen mit Fluchterfahrung.
Gemeinsam übernehmen die Teilnehmer:innen Verantwortung für mehrere Bienenvölker und erleben an diesen das Zusammenspiel von Natur und Gemeinschaft hautnah.

Bienen und Umweltbildung

Stadtbienen e.V. verfügt über langjährige und umfassende Erfahrungen in der Umweltbildung und der ökologischen Bienenhaltung. Mit dem Projekt „Gemeinsam Imkern“ wird dieses Wissen auch in die Gärten und Nachbarschaften Berlins getragen und um die eigenen Erfahrungswerte der Teilnehmer:innen erweitert.

Bienenpflege wird praktisch an den saisonalen Anforderungen innerhalb eines Bienenjahres erklärt und viel Raum zum gemeinsamen Austausch und zur Selbsterfahrung gegeben. Durch die ökologische Bienenhaltung in den Gärten werden den Teilnehmer:innen komplexe Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt aufgezeigt und ein Bewusstsein für Umwelt- und Artenschutz in der Gesellschaft geschaffen.

Nachhaltige Zusammenarbeit in den Gärten Berlins

Gemeinsam Imkern ist in Berliner Gärten verankert, die den idealen Raum für Austausch und nachhaltige Zusammenarbeit bieten. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden sich nicht nur im Kurs und am Kursort verorten, mehr über Bienen und Umweltschutz erfahren, sondern darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe und Engagement für die Umwelt kennenlernen.

Unsere Gärten und Partner

Gelände Frieda Süd des Bauhütte-Kreuzberg e.V.

Das Gelände der Frieda Süd an der südlichen Friedrichsstraße ist seit 2021 Standort für Gemeinsam Imkern.

Dank der Erfahrung in den Bereichen des nachbarschaftlichen Austausches, gemeinschaftlichen Gärtnerns und (inter-)kulturellen Zusammenlebens haben hier vier Bienenvölker ein neues Zuhause gefunden und sich auch die Projektteilnehmenden schnell auf dem Gelände heimisch gefühlt.

Frieda Süd wird von dem Verein Bauhütte-Kreuzberg e.V. als Zwischennutzung der Brachfläche unterhalten. Der Verein kooperiert mit verschiedenen Initiativen und Netzwerken auf dem Gelände, u.a. einem Sprachcafé, dem Café Grundeinkommen und einer Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Teile der Fläche werden von Anwohner:innen als Gartenflächen genutzt.

himmelbeet gGmbH

Die himmelbeet gGmbH ist seit 2021 Bienen- und Projektstandort für Gemeinsam Imkern.

Seit langem wichtiger Gartenstandort im Wedding bietet das himmelbeet Flächen zum gemeinschaftlichen Gärtnern, ein Gartencafé, sowie eine Fahrradwerksstatt und unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen zur Förderung des Zusammenlebens.

Die vier hier angesiedelten Bienenvölker haben sich mitsamt den betreuenden Projektteilnehmenden leicht in den gärtnerischen Alltag eingefunden und ergänzen nun das vielfältige Bildungs- und Freizeitangebot des Gartens ein

Phoenix, Mittelhof e.V.

Als neuer Standort gesellt sich 2022 das Phoenix des Mittelhof e.V. in Zehlendorf hinzu.

Der nachbarschaftliche Begegnungsort ist eine Kinder-und Jugendfreizeiteinrichtung sowie ein Mehrgenerationenhaus, hat somit verschiedenste Angebote für Personen jeden Alters.

Der weitläufige Garten der Einrichtung eignet sich sehr gut zur Bienenhaltung – die im Frühjahr 2022 angesiedelten Bienenvölker finden hier und in der Umgebung ein reichhaltiges Nahrungsangebot vor. Gleichzeitig ergänzen sie das vielfältige Angebot des Phoenix um eine besondere Naturerfahrung.

Kernideen unseres interkulturellen Imkerprojekts

Zusammenarbeit und Verantwortung

Zusammen lernen die Teilnehmenden praktische Grundlagen der Bienenhaltung. Zusätzlich übernehmen sie in Kleingruppen die Verantwortung für mehrere Bienenvölker.

Teilhabe und Partizipation

Auch über den Kurs und die Bienenhaltung hinaus haben die Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten sich für Gesellschaft und Umweltschutz zu engagieren, zum Beispiel bei der Mitarbeit im Gemeinschaftsgarten.

Diversität und Artenschutz

Diversität und Artenschutz sind ein wichtiger Teil des Umweltschutzes. Am Beispiel der Bienen wird deutlich, wie wichtig ein diverses Ökosystem ist.

Umweltschutz und Umweltbildung

Für eine nachhaltige Zukunft ist der Umweltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe essentiell. Gemeinsam Imkern sensibilisiert und zeigt Möglichkeiten zum Engagement eines jeden Einzelnen auf.

Kernideen unseres interkulturellen Imkerprojekts

Zusammenarbeit und Verantwortung

Zusammen lernen die Teilnehmenden praktische Grundlagen der Bienenhaltung. In Kleingruppen übernehmen sie die Verantwortung für ein Bienenvolk über ein ganzes Bienenjahr hinweg.

Teilhabe und Partizipation

Auch über den Kurs und die Bienenhaltung hinaus haben die Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten, sich für Gesellschaft und Umweltschutz zu engagieren –
zum Beispiel bei der Mitarbeit im Gemeinschaftsgarten.

Diversität und Artenschutz

Diversität und Artenschutz sind wichtige Bestandteile von Umweltschutz. Am Beispiel der Bienen wird deutlich, wie wichtig ein diverses Ökosystem ist. Diese Botschaft sollen die Teilnehmenden mitnehmen.

Umweltschutz und Umweltbildung

Für eine nachhaltige Zukunft ist der Umweltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe essentiell. Gemeinsam Imkern sensibilisiert und zeigt Möglichkeiten zum Engagement eines jeden Einzelnen auf.

Das Projekt „Gemeinsam Imkern“ wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge betreut. Im Rahmen der Projektlaufzeit von 2021–2023 werden pro Jahr mindestens zwei interkulturelle Bienenkurse durchgeführt.

Kontakt Projektleitung

Anja Kern
anja@stadtbienen.org
0176-30109933

Bildnachweis

1: Header: Viesinsh via Shutterstock
2: Fotos Gemeinsam Imkern: Marie Fröhlich (Stadtbienen)