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Fragen

Bienen

Was ist der Unterschied zwischen einer Biene und einer Wespe?
Bienen: Honigbienen (Apis mellifera) sind sanftmütige und fleißige „Arbeitsbienen“ und von Grund auf nicht aggressiv. Bienen haben kein Interesse von deinem Eis zu probieren, dir deinen Kuchen streitig zu machen oder dich gar zu stechen. Selbst eine Biene auf der Nase sondiert nur ihre Umgebung und beabsichtigt in der Regel keinen Übergriff. Eine einzelne Biene, eingeschlossen in einem Zimmer, lässt sich mit bloßer Hand aus dem Zimmer tragen, wenn man nicht versucht sie einzufangen, sondern sich ihr stattdessen langsam nähert und sie auf die Hand krabbeln lässt. Ein ruhiger Summton und langsames Herumfliegen von Blüte zu Blüte signalisiert „gute“ Laune bei der Biene.

Wespen: In Deutschland sehr verbreitet ist die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris), die neben ihrer Hartnäckigkeit auch sehr aggressiv und unberechenbar ist. Zum Beispiel, wenn man sich unbeabsichtigt ihrem Nest nähert oder sie sich durch heftige Bewegungen bedroht fühlt. Die Gemeine Wespe findet sich bei der Nahrungssuche oft auf zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Kuchen, und lässt sich von dieser einmal für sich entdeckten Nahrungsquelle nur schwer wieder vertreiben. Bei einem Wespenstich werden sogenannte Alarmpheromone freigesetzt, die weitere Tiere anlocken und zum Stich animieren. Das Gift führt bei einigen Menschen zu einer allergischen Reaktion.
Finden die Bienen in der Stadt überhaupt genügend Nahrung?
JA, auf Balkonen oder in Gärten, auf Grünflächen, Brachflächen oder in Stadtparks und selbst auf Verkehrsinseln finden die fliegenden Sammler oft mehr Nahrung als auf dem Land. Keine Sorge also, ob Brachland oder Plattenbau, deine Schützlinge finden in ihrem 5km Radius alles, was sie brauchen.
Ist Stadthonig gesund?
JA, Die Qualität von Honig aus dem Stadtgebiet ist mit der Qualität von Landhonig gleichzusetzen. Als Teil der Überlebensstrategie des Bienenvolks werden schädliche Stoffe aus dem Nektar im Bienenkörper bzw. in den Waben gefiltert (Ventilfilter Honigblase). Ebenso ist von Vorteil, dass die Bienen ihren Nektar aus frischen Blüten einsammeln, die kaum Zeit hatten der Luftverschmutzung ausgesetzt zu sein. Bemerkbar macht sich die Stadthaltung vor allem im Geschmack. Zwar werden in Berlin oder New York auch relativ sortenreine Lindenblüten- oder Akazienhonige gewonnen, diese tragen aber immer auch eine exotische Note: Begonie, Petunie oder Schmetterlingsbaum.

Einen ausführlichen Bericht und eine Schadstoffuntersuchung zweier Hamburger Honige gibt es hier: “Honigqualität in der Großstadt”
Könnte es nicht dazu kommen, dass es zu viele Bienen in einer Stadt gibt?
Es ist richtig, dass in manchen Städten die Bienenhaltung in der Stadt schon weit verbreitet ist. Uns ist nicht bekannt, dass es zu Problemen mit zu großen Bienenpopulation im urbanen Raum gekommen ist. Bisher gibt es hierzu leider noch keine Studien. Grundlegend wichtig ist uns, die Wirkung unseres Projektes nach ökologischen und sozialen Mäßstäben zu messen und analysieren. Hierfür stehen wir in Kontakt zu Bieneninstituten, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in unserer Arbeit einfliessen zu lassen.
Wo finde ich mehr Informationen zum Rückgang in Bienenzahlen?
Einführung
Schöner Film zur Einführung von Markus Imhoof:”More than honey
Bienensterben
Fünfzig Seiten starker Report der Greenpeace Research Laboratories zu den Auswirkungen für die Landwirtschaft als PDF (1,5 MB): “Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa Umfassender Bericht zu der Bedrohung für Honig- und Wildbienen von der UNEP auf englisch: “Emerging Issues: Global Honey Bee Colony Disorder and Other Threats to Insect Pollinators”
Maßnahmen
Verbraucher-Ratgeber zum Thema von Greenpeace: “Ratgeber: Rette die Biene: Informationen und Tipps für Verbraucher”

Imkern

Kann wirklich jede*r Bienen halten?
JA, solange du motiviert bist und Lust hast, Verantwortung gegenüber den Bienen zu übernehmen. Wichtig ist vor allem, dass du dich auf die Thematik einlässt und dich schon im Vorfeld mit der Theorie auseinandersetzt. Unser Imkerkurs ist darauf ausgelegt dich in sieben über den Jahr verteilten Terminen ideal auf dem Weg zu deinen ersten Bienen zu unterstützen.
Was ist eine ökologische bzw. artgerechte Bienenhaltung?
In einer artgerechten bzw. naturgemäßen Bienenhaltung betrachtet man ein Bienenvolk als Ganzes (“Bien”). Ein Bienenorganismus beinhaltet neben der Königin, den Arbeiterinnen und den Drohnen auch die Propolishaut und das Wabenwerk. Da im Gegensatz zum konventionellen Imkern nicht der Honigertrag sondern die Bienenförderung im Vordergrund steht, gelten für eine solche Haltung gewisse Grundsätz
  • Naturwabenbau, d.h. die Bienen bauen in die leeren Rähmchen wie sie möchten
  • Überwinterung auf eigenem Honig ohne Zufütterung
  • Bienenbehausung aus Holz
  • Behandlungen gegen die Varroamilbe ausschließlich mit organischen Säuren
  • Zusammenhängendes Brutnest und kein Absperrgitter
  • Keine künstliche Königinnenzucht
  • Schwarmtrieb als Grundlage zur Völkervermehrung
Woher bekomme ich die Bienen?
Ein Bienenvolk solltest du regional beziehen, z.B. bei einem Imker in deiner Nähe. Mit unserer Karte kannst du Imker finden, die einen Schwarm abzugeben haben. Weitere Informationen zur Schwarmbeschaffung haben wir dir hier zusammengefasst.
Wieviel kostet das Loslegen?
Bienenbeute160 – 360 €
Imker-Equipment60 – 100 €
Bienenschwarm0 – 130 €
    Ist Imkern nicht gefährlich?
    NEIN, für viele Arbeiten mit deiner Bienenbeute benötigst du nicht einmal Schutzkleidung. Für die Anfangszeit empfiehlt es sich beim Öffnen der Behausung einen Schleier zu tragen, um ruhig mit den Bienen arbeiten zu können. Wenn du etwas routinierter geworden bist, benötigst du den Schleier lediglich noch für die Honigernte.
    Werden meine Nachbarn gestört?
    NEIN, die Bienen sind weder laut, noch fliegen sie in die Wohnung deiner Nachbar*innen. Die meisten deiner Nachbarn werden nicht einmal bemerken, dass du Bienen an deinem Balkon oder im Garten hältst. Nach zwei bis drei Tagen werden die Bienen eine Art Flugschneise bilden, die du durch den Standort der Bienenbeute selbst beeinflussen kannst. Die Biene ist ein sehr friedfertiges und sanftmütiges Lebewesen. Deine Nachbarn oder du werden von deinen Bienen am Balkon nicht gestochen, solange die Biene sich nicht direkt bedroht fühlen.
    Was ist mit Allergien?
    In Deutschland reagieren nur bis zu 3,5% der Bevölkerung mit systemischen Reaktionen auf einen Insektenstich. Dass deine Nachbarn demnach von einer Biene gestochen werden und dazu noch allergisch auf diesen Stich reagieren, ist also sehr unwahrscheinlich. Darüber hinaus ist es sehr wichtig zu wissen, dass eine örtliche Schwellung eine normale Reaktion des Körpers ist und nicht als Allergie (Anaphylaxie) bezeichnet wird. Dennoch solltest du deine Nachbarn darüber informieren, dass du gerne Bienen ein Zuhause geben möchtest und sie ebenso darüber aufklären, dass eine Koexistenz Mensch-Biene auch im urbanen Raum kein Problem darstellt.
    Ist Imkern in der Stadt überhaupt erlaubt?
    JA, für das Halten von Bienen gelten ähnliche Regeln wie für das Halten von kleineren Tieren. Siehe oben “Vermieter & Nachbarinnen“. Das Betreuen von bis zu sechs Bienenvölkern ist auch in Wohngebieten erlaubt, wenn es dort als ortsüblich gilt (BGH v. 24.01.1992 – V ZR 274/90). Kurz gesagt ist ein Imkern immer dort möglich, wo der Bebauungsplan nicht ausdrücklich eine Bienenhaltung verbietet. Dies folgt auch aus dem in Art. 2 I GG gesicherten Recht des Imkers zur Entfaltung seiner Persönlichkeit. Die Biene ist im Sinne des § 833 BGB (BGHZ 16, 366, 370 ff.) ein Wildtier und ist somit wahrscheinlich nicht in deinem Mietvertrag aufgeführt. Die genaue rechtliche Situation stellt also eine Grauzone dar. Um im Nachhinein keine Probleme mit deiner_m Vermieter*in bzw. deiner Hausverwaltung zu bekommen, solltest du diese vorab über dein Vorhaben informieren. Nutze hierzu gerne auch unser Infoblatt.
    Was haltet ihr von Imkervereinen?
    Eines sei vorab gesagt: Ein pauschales Urteil zu Imkervereinen würde der Materie natürlich nicht gerecht werden. Imkervereine sind sehr unterschiedlich. Da viele Einsteiger*innen einen Eintritt in einen Imkerverein erwägen, wollen wir dennoch unsere Erfahrungswerte mit euch teilen:
    • Häufig haben die Mitglieder eines klassischen Imkervereins ein bestimmtes Beutensystem sowie eine bestimmte Art und Weise der Haltung für sich als „richtig“ gefunden von der nicht abgewichen wird / werden soll.
    • Ökologische Bienenhaltung ist tendenziell in Imkervereinen eher selten vertreten. Zumeist wird mit Fokus auf Honigertrag geimkert
    • Offenheit zu anderen, als im Verein vorherrschenden Behausungskonzepten wie z.B. der BienenBox, Bienenkiste oder Mellifera Einraumbeute ist tendenziell eher selten zu finden. Diese werden als “falsch” bzw. nicht kompatibel abgestempelt.
    • Auch wenn viele Vereine doch verstaubt (Durchschnittsalter) und konservativ veranlagt sind, gibt es dort sehr viel Wissen & Erfahrung. Es haben sich sogar auch neue Vereine mit frischen Ansätzen gegründet, die Offenheit zu neueren Haltungs und Behausungskonzepten zeigen.
    • Der oft erwähnte Vorteil, dass man bei einem Eintritt gleich seine Bienenhaltung-Versicherung mit bekommt stimmt. Doch Bienenhaltung ist ebenfalls von den meisten gewöhnlichen Privat-Haftpflichtversicherungen abgedeckt, und ein Eintritt in den Imkerverein allein für die Versicherung nicht nötig. Dazu einfach mal die eigene Haftpflichtversicherung anrufen und sich dies bestätigen lassen.
    • Der regelmäßige Austausch mit lokalen Imkern ist ein großer Vorteil eines Imkervereins.
    • Über den Verein gibt es ebenso gute Möglichkeit an sein erstes Bienenvolk zu kommen. Jedoch eher Ableger (konventionell) und keine Naturschwärme (ökologisch).


    Fazit: Es lohnt sich mal im nächstgelegenen Imkerverein vorbei zu schauen. Wir gehen aktiv auf die örtlichen Imkervereine zu und haben bisher viele positive Erfahrungen gemacht. Sei nicht überrascht, wenn gegen ökologische Bienenhaltung oder Behausungsformen argumentiert wird. Hör dir die Argumente an, doch lass dich nicht beirren: Es gibt in der Imkerei nicht den einen “richtigen” Weg, sondern verschiedene Möglichkeiten. Es liegt an dir heraus zu finden, welche Haltunsgmethode oder Behausung, die richtige für dich ist.

    Fragen zum Stadtbienen e.V.

    Macht ihr das nur, um euch die Taschen voll zu machen?
    Du wirst das Gefühl nicht los, dass es hier nur ums Geldverdienen geht? Leider bekommen wir diesen Vorwurf ab und zu.Zuerst sei gesagt, dass die Stadtbienen e.V. ein gemeinnütziger Verein ist. Wir haben genaue Vorstellungen, wie und unter welchen Bedingungen unser Produkt produziert werden soll. Wir lassen die BienenBox bei den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung fertigen, weil wir den Anspruch haben, die gesamte Produktionskette möglichst sozial und regional zu halten. Das gepaart mit einem hohen Anspruch an Qualität, mag uns, im Vergleich zu anderen Behausungskonzepten, teurer erscheinen lassen.Wenn du Fragen hast – immer gerne! Melde dich bei: Benjamin@stadtbienen.org.

    Fragen zur BienenBox

    Bitte zu Zu bienenbox.de

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    Wie lang ist die Lieferzeit?
    Wir versenden Dienstags und Donnerstags. Die Lieferzeit innerhalb Deutschlands beträgt 4-6 Werktage. Lieferzeit ins EU-Ausland maximal 10 Werktage.
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    Der Versand nach Deutschland kostet je nach Artikel (Büchersendung/kleines Paket/großes Paket): 1,00€, 5,50€ oder 9,00€. Ins EU-Ausland beträgt er 3,50€, 15,90€ oder 24,90€.