Asiatische Hornisse: Bedrohung für Bienen in Europa?

Eine Wespe sitzt auf einer verschrumpelten, dunklen Feige, die möglicherweise von Faulbrut befallen ist, neben einer frischen, grünen Feige auf einem Ast, deren Blätter im Hintergrund zu sehen sind.

Für alle, die unsere einheimische Hornisse unheimlich finden, haben wir leider schlechte Nachrichten: ihre potenziell bedrohlichere Schwester, die Asiatische Hornisse, macht gerade ihren Siegeszug durch Europa. Warum die Vespa velutina so gefährlich ist und wie wir unsere Honigbienen schützen können, hat unser Gastautor Fritz Höfler recherchiert.

Ein Mann mit kurzem, gräulichem Haar lächelt an einem sonnigen Tag im Freien in die Kamera. Bekleidet mit einem hellen Kleidungsstück über einem blauen Hemd, genießt er die lebendige Atmosphäre, in der Bestäubung neues Leben in die blühende Umgebung hinter ihm bringt.


Ein Gastbeitrag von Fritz Höfler, Lehr- und Projektbeauftragter an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Arbeitet in seiner Freizeit als zertifizierter Bestäubungsimker und Bienenpädagoge. fritz.hoefler@hswt.de

Ein Insekt auf Siegeszug durch Europa

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist charakteristisch schwarz-braun gefärbt und mit ungefähr 2,4 cm ein bisschen kleiner als unsere heimische Hornisse (Vespa crabro). Erstmals in Europa wurde die Vespa velutina im Jahr 2004 in der Gegend um das französische Bordeaux gesichtet. Heute breitet sie sich in ganz Europa aus und macht Bienen und Imker:innen in Deutschland das Leben schwer.

Eine Nahaufnahme einer Asiatischen Hornisse mit orange-schwarz gestreiftem Körper, schwarzem Kopf und orangefarbenen Fühlern, die auf einem trockenen, braunen Blatt ruht.

Arbeiterin der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax)

Fühler und Kopf sind sehr dunkel bis schwarz, der Hinterleib ist gelb-orange gestreift. Die leuchtend gelben Enden der Beine sind ein deutliches Erkennungsmerkmal. Die Arbeiterinnen der Vespa velutina werden etwa 2–3 cm groß, die Königin kann gut 4 cm groß sein.

Eine Erfolgsgeschichte für die Hornisse, eine ernste Bedrohung für Honigbienen

Es wird vermutet, dass die Vespa velutina versehentlich in Töpferkisten nach Europa kam. Die invasive Art breitet sich mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/Jahr auf dem Kontinent aus. Seit ihrer ersten Entdeckung in Frankreich hat sie inzwischen drei Viertel des Landes erschlossen. Im Jahr 2010 wurde sie in Spanien gesichtet, 2011 in Portugal. 2014 wurde sie erstmals in Deutschland in Waghäusel bei Karlsruhe fotografiert. Ab 2022 wurde die Hornisse in Italien, dem Vereinigten Königreich, Belgien und der Schweiz gefunden. Diese Fähigkeit, in hoher Geschwindigkeit neue Gebiete zu erschließen, macht sie zu einer großen Bedrohung für Imker:innen und ihre Schützlinge.

Riesige Nester hoch in den Baumwipfeln

Die Vespa velutina bevorzugt Waldränder und Flusstäler bis zu einer Höhe von 300 Metern. Geschlossene Waldgebiete meidet sie. Die Nester von bis zu 1 Meter Höhe und einem Durchmesser bis zu 80 Zentimetern werden zumeist in mehr als 10 Metern Höhe (vor allem in Laubbäumen) gebaut. Dort sind die Nester der Hornisse in der Vegetationsphase durch das dichte Blattwerk nur schwer zu entdecken. Neue Nester der nächsten Hornissengeneration werden meist in unmittelbarer Nähe angelegt. Der Höhepunkt der Volksentwicklung wird in der Regel im September erreicht. Dann kann ein Nest bis zu 2000 Individuen beherbergen.

Laublose Bäume mit spärlichen grünen Ranken stehen unter einem klaren blauen Himmel. Ein großes, rundes Nest der Asiatischen Hornisse ist hoch oben in den Ästen des höchsten Baumes nahe der Bildmitte zu sehen.

Nisten im Schutz der Baumkronen

Die Asiatische Hornisse nistet bevorzugt in den Baumkronen von Laubbäumen in der Nähe von Gewässern. Die vom Autor  entdeckten Nester weisen Einschusslöcher auf, die darauf hinweisen, dass man scheinbar versucht hat, mit der Schrotflinte die Nester zu eliminieren.

Ein großes Nest der Asiatischen Hornisse hängt zwischen den kahlen Ästen eines Baumes vor einem klaren blauen Himmel. Das Nest ist von dünnen, blattlosen Zweigen und mehreren kleinen braunen Samenkapseln umgeben.

Viel Platz für den Hofstaat

Die runden oder tropfenförmigen Nester können bis zu 1 Meter hoch und 80 Zentimeter breit werden und bis zu 2000 Individuen fassen!

Bienen stehen ganz oben auf dem Speiseplan

Zur Aufzucht der Brut wird, wie bei den meisten sozialen Faltenwespen üblich, tierisches Protein als Nahrung verwendet. Je nach Angebot werden Aas und unterschiedliche Beutetiere, insbesondere aber Insekten aller Art verfüttert. Zum Nahrungsspektrum zählen, neben der bevorzugt gejagten und hier heimischen Westlichen Honigbiene (Apis mellifera), die bis zu 80 Prozent der Beute ausmacht, unter anderem weitere Hautflügler (Hymenoptera) sowie Fliegen, Mücken, Libellen und Käfer. Die ausgewachsene Asiatische Hornisse ernährt sich bevorzugt von kohlenhydratreicher Nahrung wie Nektar, reifen Früchten und zuckerhaltigen Baumflüssigkeiten.

Eine geschickte Jägerin

Das Jagdverhalten dieser invasiven Art unterscheidet sich grundlegend von dem einheimischer Hornissen. Sie fängt die Honigbienen nicht auf dem Flugbrett oder Flugloch ab. Stattdessen attackiert die Hornisse im Sinkflug die Arbeiterinnen beim Ein- und Ausfliegen aus ihrer Behausung. Völker der Vespa velutina können sich regelrecht auf Bienenstände im Umfeld ihrer Nester einfliegen. In diesem Fall drohen hohe Flugbienenverluste. Da das betroffene Bienenvolk seine Flugaktivität reduziert, kommt es zu Versorgungsengpässen und in Extremfällen zum Tod des Bienenvolkes.

Angriff ist die beste Verteidigung

Während die Östliche Honigbiene (Apis cerana) verschiedene Strategien gegen die Angriffe der Vespa velutina entwickelt hat, haben sich die Verteidigungsbemühungen unserer Westlichen Honigbiene bisher als weit weniger erfolgreich erwiesen. Schätzungen zufolge sind Hornissen in Frankreich in Gebieten mit starker Population für 20 bis 30 Prozent der Völkerverluste verantwortlich.

Die in Frankreich eingeschleppte nigrithorax ist wesentlich weniger aggressiv als andere in Asien beheimatete Unterarten der Asiatischen Hornisse. Ihre Nester dürfen (nach Rücksprache mit der zuständigen Naturschutzbehörde) gezielt vernichtet werden. Der Einsatz von Insektiziden eignet sich aber prinzipiell nicht, da damit andere Tiere gefährdet werden.

Mehrere asiatische Hornissen mit schwarzen und gelben Körpern versammeln sich auf und um ein braunes, strukturiertes Nest mit einem großen runden Eingang, das auf einer rauen Oberfläche liegt. Einige Hornissen betreten oder verlassen das Nest.

Gründungsnest

Eine Königin beginnt mit dem Bau eines “Gründungsnests” am Boden. Sind genug Arbeiterinnen herangewachsen, bauen sie ein “Filialnest” in einer nahegelegenen Baumkrone.

Ein gedruckter Hinweis in französischer Sprache über die Asiatischen Hornissen zeigt Bilder von Hornissen und einem großen Nest, mit Kontaktinformationen und einer Website zur Meldung von Nestern. Der Titel lautet "Le Frelon Asiatique".

Warnung vor dem Insekt

Auf Plakaten überall in der Region (hier im französischen Örtchen Gras an der Tür des Postamtes) hängen Plakate, die die Bevölkerung auffordern, Nester der Vespa velutina zu melden.

Heimische Wespen und Hornissen sind kaum eine Gefahr

Viele sehen in den heimischen Wespen und Hornissen einen großen Feind der Bienen. Dabei wird vergessen, dass sie nur selten wirklich zum ernsthaften Problem für ein gesundes und vitales Bienenvolk werden. Sie nützen uns sogar, da vor allem Schädlinge auf ihrem Speiseplan stehen. Als umsichtige:r Imker:in macht es sehr wohl Sinn, die eigenen Bienenvölker durch verschiedene, einfach umzusetzende Maßnahmen vor den heimischen (und naturschutzrechtlich geschützten) Wespen und Hornissen zu schützen. Schon das Verkleinern des Fluglochs sollte gegen diese Räuber einen effektiven Schutz bieten.

Kreative Strategien zur Verteidigung gegen die Vespa velutina

Schwieriger wird die Verteidigung gegen die Asiatische Hornisse. Hier können zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig sein. Man kann den Honigbienen die Abwehr erleichtern, indem man Lochblenden („Kämme“) vor dem Flugloch anbringt, durch die die Bienen nur einzeln hindurch können. Eine weitere relativ einfach umzusetzende Maßnahme: Weinstöcke vors Flugloch pflanzen. Honigbienen sind ursprünglich Baumbewohner und lernen sehr schnell, durch den Blätterwald ihren Weg zum Beuteneingang zu finden. Hornissen haben es dagegen schwer, die während des An- und Abflugs durch das Blätterdach fliegenden Honigbienen zu ergreifen. 

Die Bekämpfung der Ausbreitung der Asiatischen Hornisse ist eine Herausforderung. Die wirksamste Methode war bisher die Zerstörung ihrer Nester. Auch andere Methoden werden erprobt – zum Beispiel das Aufstellen von Käfigen vor dem Flugloch. Sobald eine Asiatische Hornisse ihre Beute gefangen hat, fliegt sie nach oben. Dort kommt sie aber nicht mehr aus dem Käfig heraus und fliegt so lange herum, bis sie stirbt. Die Honigbienen sind klein genug, dass sie durch die Löcher im Käfig passen.

Eine Plastikflaschenfalle mit Flüssigkeit hängt an einem Ast zwischen grünen Blättern; in der Flasche ist eine Asiatische Hornisse zu sehen.

Flaschenfalle im Birnbaum

Imker:innen in Südfrankreich greifen zu unkonventionellen Mitteln, um ihre Bienen vor der Asiatischen Hornisse zu schützen.

Bei südfranzösischen Imker:innen sind Flaschenfallen gegen die Hornisse beliebt. Eine Plastikflasche wird geköpft, ihr Kopf verkehrt herum wieder in das Flaschenstück gesteckt, und in Nestnähe aufgehängt. In der Flasche befindet sich eine Mischung aus dunklem Bier, Weißwein und Johannisbeersirup. Dieses Gebräu scheint eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Asiatische Hornisse zu haben! Der Weißweinanteil hält die Honigbienen davon ab, in die Falle zu gehen. Da auch diese Methode nicht zwischen der Asiatischen Hornisse und anderen Insekten unterscheiden kann, wird sie von offizieller Seite nicht empfohlen. In Frankreich berichtete kürzlich die Tageszeitung Ouest-France über einen ansässigen Berufsimker, der zum Badminton-Schläger greift, um Hornissen am Bienenstand manuell zu erlegen.

Gegen die Asiatische Hornisse ist bei uns noch kein Kraut gewachsen

Auch in Deutschland schwebt seit Jahren das Damoklesschwert dieser invasiven Art über der Imkerschaft. Wo die Vespa velutina schon angekommen ist, werden verschiedene Methoden ausprobiert, um der Plage Herr zu werden. Letztendlich ist zu befürchten, dass dieser vom Klimawandel begünstigte Eindringling kaum mehr zu stoppen ist. Versuche, mit Radio-Telemetrie Hornissennester zu finden, sind teuer und aufwändig. Es bleibt zu hoffen, dass wir uns nicht (wie die Imker:innen in Südfrankreich) auf eine Koexistenz mit der Vespa velutina einstellen müssen. Die deutschen Bienenhalter:innen sollten ihre Bienenstände aufmerksam beobachten, die Asiatische Hornisse erkennen lernen und Sichtungen umgehend melden. Die zuständigen Wespen- und Hornissenberatungen können eine große Hilfe sein.

Sichtungen melden

In Frankreich sind Menschen verpflichtet, die Sichtung der Hornisse und ihrer Nester zu melden – telefonisch oder über eine eigens dafür eingerichtete Webseite (www.frelonasiatiques.fr). In Deutschland kann man auf www.velutina.de aktuelle Informationen über die invasive Hornissenart erhalten. Dort werden auch Sichtungen und Meldungen der Asiatischen Hornisse gebündelt und die zuständigen Behörden haben eine reelle Chance, zeitnah zu handeln. Momentan ist diese Plattform die einzige Möglichkeit, eine allgemeine Übersicht über das Vorkommen von Vespa velutina in Deutschland zu bekommen.

Die Vespa velutina ist auf dem Vormarsch

Eines ist sicher: Bedingt durch den rasanten Klimawandel wird sich die Asiatische Hornisse in Deutschland ziemlich schnell weiterverbreiten. Noch entwickeln sich die Populationsdichten der Hornissenvölker – verglichen mit Südeuropa – relativ langsam. In Deutschland tritt die Vespa velutina vor allem in den wärmeren Gefilden des Südwestens auf. Zahlreiche Meldungen gibt es bereits in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und im nördlichen Bayern. Bleibt zu hoffen, dass auch die deutschen Bieneninstitute sich diesem Thema noch intensiver widmen und der Imkerschaft Handlungsempfehlungen geben können.

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Bildnachweis

1: Titelbild
2: Asiatische Hornisse
3 bis 6: Hornissennester
7: Flaschenfalle

Franck Hidvégi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Fritz Höfler
Aygul Bulte via shutterstock

7 Kommentare zu “Asiatische Hornisse: Bedrohung für Bienen in Europa?

  1. Doro Scriba sagt:

    Bei uns in Düsseldorf konnte ich im vergangenen September die Vespa velutina live bei der Jagd vor einer Bienenbox erleben. Ein faszinierendes Tier, wenn es nicht so aggressiv wäre. Das Bienenvolk hat es nicht über den Winter geschafft. Ob alleine die Velutina dafür verantwortlich war, ist fraglich, aber sicherlich nicht auszuschließen. Sie hat sehr effektiv vor dem Flugloch gejagt.
    Wir haben die Sichtung über die genannte Webseite http://www.velutina.de gemeldet und Thomas Beissel hat sich um die Telemetrierung gekümmert. Das Velutinanest wurde gefunden, aber aus terminlichen Gründen erst Anfang Oktober entfernt. Sicherlich hatten sich bereits Ablegernester gebildet. Wir sind hier nun extrem aufmerksam, konnten aber bisher keine neuen Velutinas entdecken.

  2. Elisabeth Gall sagt:

    wir befinden uns in St. Leonhard am Hornerwald und haben eine Asiatische Hornisse in unserer Wohnung gehabt. wir waren erst erstaunt über das Aussehen, weil sie nicht unseren Hornissen gleicht. Aber der Abbildung nach ist sie es 100%

  3. Joachim sagt:

    Spannend, dass sich das Bild mit dem beschädigten Nest verbunden mit der Behauptung, dass dies Einschusslöcher sind “vermutlich von eine Schrotflinte” so hält und weiter verbreitet wird. In Karlsruhe hängt ein Nest über einem Friedhof, dass nach und nach zum Herbst (auf dem Bild scheint das dem Laub nach zu urteilen auch nicht im Frühling/Sommer zu sein) auch irgendwann ebenso ein großes Loch aufgewiesen hat.
    Da hat sicher in der Stadt niemand mit einer Schrotflinte reingeschossen und das Nest sieht gleich aus.

    –> Wäre durchaus spannend, ob es ggf Vögel oder andere Tiere gibt, welche später an die Nester gehen? Wahrscheinlich erst nachdem das Volk ausgezogen ist?

  4. Frank Ableiter sagt:

    Bei uns in Speyer ist die Asiatische Hornisse schwer auf dem Vormarsch. Vor und an unseren Bienenstöcken tritt sie in immer größer werdender Anzahl auf. Wir verkleinern nun nach der Drohnenauskehr die Fluglöcher mit Gittern, wo nur Bienen durchpassen. Zudem suchen wir möglichst oft unsere Bienenstöcke auf und Schlagen die Hornissen mit Federballschlägern aus der Luft und töten somit täglich mehrere dieser Art. Ein Unterfangen, was die Bienen natürlich nicht vor dem Dauerstress den sie durch die Anwesenheit der Asiatischen Hornisse vor Ihrem Loch bewahrt, aber jede getätete Hornisse fängt keine Bienen mehr ab.
    Die jetzige Entscheidung des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz ab 1. August nicht mehr die Kosten für Beseitigungen von Nestern auf privaten Grundstücken zu übernehmen, ist eine fatale Fehlentscheidung. Die Strategie die Bevölkerung zu sensibilisieren und mitzuhelfen dies Art aufzuspüren und zu bekämpfen, wird so eine Absage erteilt.
    Man kann in Frankreich oder Spanien sehen, wie sich solche kurzfristig gedachten Entscheidungen auswirken. Das Nachsehen hat die Biodiversität, sowie die Bienen und bestäubenden Insekten. Der wirtschaftliche Schaden, den solche Entscheidungen mit sich bringen stört die Entscheiden in keiner Weise.
    Sie müssen ja auch nicht dafür haften
    Heute habe ich von einem Hausmeister einer öffentlichen Einrichtung erfahren, dass dort im letzten Jahr in einer Baumkrone ein Nest dieser Art hing, welches täglich von den dort beheimateten Elstern angegriffen wurde und nach und nach zerstört wurde.
    Wenn dies wirklich so gewesen ist, besteht vielleicht doch noch Hoffnung. Nur müssten dann Elsternpopulationen gefördert werden.
    Es bleibt spannend ob wir, die Hobbyimker wie in Frankreich und Spanien auch gezwungen sein werden aufzuhören, weil unsere Völker Jahr für Jahr durch diese Art getötet werden. Es finanziell ruinös ist dieses Hobby weiterzuführen.

  5. Kurt Pfeifle sagt:

    Ich las: “Die Vespa velutina bevorzugt Waldränder und Flusstäler bis zu einer Höhe von 300 Metern. Geschlossene Waldgebiete meidet sie.”

    Beide Sätze sind nur Nachgeplapper, kein gesichertes Wissen. Das finde ich sehr schade.

    * Im Schwarzwald sind Nester bereits bis in 1.000 m ü.NN. gefunden und entfernt worden (1. Satz)
    * In geschlossenen Waldgebieten hängt kaum mal ein Mensch ab. Wie sollte da jemand ein Velutina-Einzeltier oder gar ein -Nest sichten und melden? Die werden ja oft nicht gesehen (oder erkannt), wenn sie inmitten einer Siedlung sind…

    • Nadin sagt:

      Lieber Kurt, vielen Dank für Deinen Kommentar. Da der Artikel bereits 2,5 Jahre alt war und die Vespa velutina zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch nicht so weit verbreitet war, als dass wir oder unser Autor sich auf Erfahrungen aus unserer Imkerschaft hätte/n beziehen können, beruht diese Aussage tatsächlich auf Rechercheergebnissen. Sollten in der Zwischenzeit neue Erkenntnisse gemacht worden sein, sind sie in diesem Beitrag noch nicht berücksichtigt. Wir freuen uns aber, wenn Du in den Kommentaren eigene Erfahrungen mit uns und anderen Interessierten teilst! Liebe Grüße, Nadin

  6. A.Naumann sagt:

    Bei uns im Saarland in der Gemeinde Schiffweiler hatten wir 2024 16 Sekundärnester entfernt; da musste man nur die Nester beim Landesumweltamt melden und die schickten dann einen vom LUA bestellten “Beseitiger”; nachdem die VV aber dann als etabliert erklärt wurde, sah sich das LUA nicht mehr in der Verantwortung und gab diese an die Imkerschaft und Winzerschaft weiter (man macht es sich halt einfach)!
    Nach mehreren erfolglosen Gesprächen ergriffen wir (Imkerverein) dann die Initiative und machten uns einen Termin bei unserem Bürgermeister um über diese Situation zu diskutieren. Das Fazit war dann, dass wir zumindest von unsrer Gemeinde die Lanze und zwei Schutzanzüge (Betrag über 5000 Euro) bezahlt bekamen. Jetzt beseitigen wir in unserer Gemeinde die VV Nester selbst; bisher in 2025 bereits 8 Nester! Weitere werden folgen.
    Lg

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